Erbsenbach-Renaturierung

Hier können Sie das Bauschild  zur Renaturierung des Erbsenbaches und die Infotafel mit weiteren Informationen herunterladen.

Zur Entstehung und Chronologie der Erbsenbach-Renaturierung


Die EU-WRRL verpflichtet alle Kommunen ihre Gewässer bis 2015 in einen besseren Zustand zu versetzen.


Am 4.12.2008 wurde das Projekt „Pilotraum Gersprenz-Einzugsgebiet“ die Gewinnerregion im Wettbewerb „Angepasst im Klimawandel“ des Forschungsprojektes KLARA-Net. Mit Unterstützung der TU Darmstadt Fachgebiet „Umwelt- und Raumplanung“ standen für die Realisierung der Projektideen € 50.000,00 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Verfügung.

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Durchstich ins neue Gewässergerinne an der Gemarkungsgrenze Gundernhausen Sommer 2011

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Erbsenbach-Aufweitung im Bereich der Mädesüssflur Sommer 2011

Teilprojekte dieses Pilotprojektes waren der Erbsenbach, in der Gemarkung Roßdorf und das Wassererlebnisband, Babenhausen.
Bei der Auftaktveranstaltung wurde u.a. die Erbsenbach-Renaturierung in den Gemarkungen Roßdorf und Gundernhausen vorgestellt, da sich das Gewässer dort von der Strukturgüte als auch von der Wasserqualität in einem schlechten Zustand befindet.

 

Da die EU-WRRL die Betrachtung des gesamten Einzugsgebietes fordert, sollten alle Gemeinden im Einzugsgebiet mit einbezogen werden: Ober-Ramstadt (laufendes Flurneuord-nungsverfahren), Roßdorf (längste Gewässerstrecke), Groß-Zimmern (angrenzende Flächen in kommunalem Besitz) und Dieburg.

Roßdorf und Ober-Ramstadt stellten beim Amt für Bodenmanagement einen Antrag auf Erstellung eines SILEK (Schwerpunkt Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept). Beim ersten Koordinierungsgespräch in Roßdorf stellte sich heraus, dass Groß-Zimmern und Dieburg am SILEK nicht teilnehmen konnten, da sie die Rahmenbedingungen nicht erfüllten.


Das veranlasste das Umweltamt der Gemeinde-Zimmern die Renaturierung auf einer Gewässerstrecke von 1020m selbst in die Hand zu nehmen. Auf Vorlage des Umweltamtes beschloss der Gemeindevorstand am 16.Februar 2009 die Erbsenbach-Renaturierung.
Am 19.3.2009 berief das Umweltamt unter Leitung von Markus Römermann einen Runden Tisch ein. Anwesend waren der Geschäftsführer des Wasserverbandes, Herr Hess; von der UNB, Herr Dr. Heimer, von UWB, Herr Avemarie und vom Gemeindebauamt Herr Keller. Die Runde war sich schnell einig, dass diese Renaturierung mit möglichst wenig Verwaltungs- und Kostenaufwand als Pilotprojekt umgesetzt werden sollte.

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Wiedereintritt Dezember 2011

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Totholz-Einbau am Neugerinne Januar 2012

Am 25.3.2009 erfolgte bei der Unteren Wasserbehörde der:


„Antrag auf Plangenehmigung: Modellprojekt zur Schaffung eines renaturierten Gewässerabschnitts für den Erbsenbach Flur 17 Flst. 113/1; Flur 18 Flst.59/6 und Unterlassung der Unterhaltung des alten Gewässerbettes zum Zwecke der teilweisen Verlandung“ und beim Wasserverband Gersprenzgebiet der: „Antrag auf Umsetzung der Baumaßnahme zum Modellprojekt zur Schaffung eines renaturierten Gewässerabschnitts für den Erbsenbach Flur 17 Flst. 113/1; Flur 18 Flst.59/6 und Unterlassung der Unterhaltung des alten Gewässerbettes zum Zwecke der teilweisen Verlandung“.

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Neue Gewässerstrecke 2012

Am 10. Juli 2009 wurde von der UWB der Bescheid zur Plangenehmigung erteilt.
Am 21.9.2009 Antrag auf Förderung der Maßnahme zur Gewässerentwicklung bei der UWB.
Am 4.10.2010 Erteilung des Zuwendungsbescheides über € 98.950,00 von der WI-Bank, Hessen.

Am 7.12.2010 wurde die Baumaßnahme submittiert, so dass am 28.12.2010 die Auftragserteilung erfolgen konnte.


Die Ausführung der Baumaßnahme erfolgt in der Zeit vom Januar bis September 2011.
Nach der Aufweitung des Erbsenbachgewässerprofils um 6.315m³ Erdmaterial, wurde dieses seitlich auf dem Acker verschoben. Dadurch wurde zusätzlicher Hochwasserretentionsraum geschaffen und kein „Abfluss künstlich gestaut“.


Nach der endgültigen Einmessung des neuen Gewässerkorridors konnte die Renaturierung mit einer Endsumme von € 54.332,03 abgerechnet werden. Davon wurden 80% über den Förderbescheid des Landes Hessen und 20% über den Wasserverband Gersprenz-Gebiet finanziert.


Am 29.7.2012 ereignete sich ein lokal stark begrenztes Starkregenereignis im Bereich Gundernhausen/B26, dass zu einem Hochwasserereignis des Erbsenbach führte. Abflussbegrenzendes Bauwerk in diesem Bereich ist die Waldstraßenbrücke in Groß-Zimmern. Das Hochwasser suchte sich über den Nathan-Matthes Weg seine Ausbreitung, kam aber nicht ganz bis zur Berliner Straße. Dank des zusätzlich geschaffenen 6.315m³ Retentionsraums, entging die Berliner Straße nur knapp einer Überschwemmung.
 

aktualisiert am: 22.05.2013 von: Regina Merz
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